Künstler

WU Jian’an

WU Jian’an –Tanz von Xingtian“ (2011)

WU Jianan – geboren 1980 in Peking
© WU Jianan

WU Jian’an ist ein junger chinesischer Künstler, der den traditionellen chinesischen Scherenschnitt, genannt Jianzhi (剪紙), verwendet, um in verschiedensten Materialien und Größen moderne Installationen mit provokativem Inhalt darzustellen: Von einfachem weißen Papier zu bunten fein geschnitzten Metallplatten, von kleinen Figuren zu wandgroßen komplexen Geschichten aus Papier. Aus der Faszination mit der chinesischen Volkskunst heraus entwickelte WU einen eigenen Stil, der im Kontrast zur restlichen zeitgenössischen Kunst Chinas steht.

Das Kunstwerk „Tanz von Xingtian“ besteht aus 3000 farbig lackierten, fein geschnitzten Metallplatten. Die Figuren sind chinesischen und anderen mythologischen Charakteren nachempfunden, unter anderem dem Giganten Xing Tian. Dieser soll dem Mythos nach während eines Kampfes mit der höchsten Gottheit Tian von diesem enthauptet worden sein und trotzdem weitergekämpft haben. Xing Tian symbolisiert in China den unbezwingbaren Geist, welcher niemals aufgibt. WU stellt den Helden mit einem erregten Phallus dar und auch bei den anderen Figuren werden explizite sexuelle Andeutungen gemacht. „Tanz von Xingtian“ schmückt den Weinberg in Kassel und steht in Dialog mit den Märchen der Gebrüder Grimm. Auch diese sind, wie das Werk WUs, bisweilen brutal, deutlich sexuell konnotiert und zeigen die ungeschminkte Wahrheit.

WU Jianan – „Tanz von Xingtian“ (2011)
3000 Figuren, je 40-70 cm
© WU Jianan

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