Künstler

CHEN Zhiguang

CHEN Zhiguang – „Chinesische Löwen“ (2012) und „Zeitalter der Migration“ (2012)       

CHEN Zhiguang – geboren 1963 in Xiamen, Provinz Fujian
Kunstwerk: „Chinesische Löwen“ (2012) – 2 Löwen, je 2,1×1,4×2 m
© CHEN Zhiguang

CHEN Zhiguang ist in der Kasseler Ausstellung mit zwei Kunstwerken vertreten. Das Werk „Chinesische Löwen” nimmt ein Schutzmotiv der traditionellen chinesischen Kunst auf: Die Wächterlöwen oder Steinlöwen (石狮 Shishi) flankieren bis heute viele Hauseingänge sowie Brücken und schützen diese vor schlechten Einflüssen jeglicher Art. Im Kasseler Kontext korrespondieren die Steinlöwen zugleich mit den Wappentieren der Stadt. In der europäischen Heraldik werden dem Löwen vor allem Mut und Erhabenheit zugeordnet.

In der zeitgenössischen Kunst ist CHENs Name vor allem mit der Ameise verknüpft, ein Symbol, das er auch in seinem zweiten Werk der Kasseler Ausstellung einbringt. Während er die Ameisen in seinem frühen Werk eher als Skulpturen auffasste, die die einzelnen sozialen Rollen einer Gesellschaft aufzeigen, begreift er die Ameisen heute als Teil einer Installation, die in den urbanen Raum – die Lebensrealität der Bewohner – eingreift, und so in Dialog mit diesen tritt.

CHEN Zhiguang – „Zeitalter der Migration“ (2012)
Größe der Ameisen: 0,6×0,3×0,3 m
© CHEN Zhiguang

Der schillernde Stahl verweist auf die vielen Facetten der heutigen, in ständiger Transformation begriffenen Gesellschaft und tritt aufgrund der spiegelnden Oberfläche in unmittelbare  Beziehung mit der Umwelt. In dem Symbol der Ameise sucht der Künstler die Lebenswirklichkeit heutiger Gesellschaften sowie das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft zu ergründen. Gemeinläufig steht die Ameise als Sinnbild für ein entindividualisiertes Volk, in der die oder der Einzelne nur über die Funktion für die Gesellschaft definiert wird und das, obwohl allgegenwärtig, kaum wahrgenommen wird. Diesem Verständnis setzt CHEN die Nobilitierung der einzelnen Ameise entgegen.

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2 Kommentare zu “CHEN Zhiguang

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